Digitalisierungmuss endlichSchulemachen!

Für digitalisiertes Unterrichten braucht es smarte Konzepte – es kann uns nämlich auch helfen, Unterrichtslücken quer durchs Land zu füllen. Solche smarten Konzepte können wir aber nur durchsetzen, wenn auf der Seite der Verwaltung, wo zukünftig z. B. zur Entbürokratisierung digitale Anmeldedaten von Schülern ankommen könnten, auch sichere digitale Rahmenbedingungen herrschen.

Deshalb fordern wir: Das Thüringer Bildungsministerium muss als Arbeitgeber eine rechtssichere Arbeitsgrundlage für die Schulen schaffen, denn Lehrerinnen und Lehrer haben keine Zeit, sich damit auseinanderzusetzen, welche Lernplattformen dem Datenschutz entsprechen oder nicht.

Digitalpädagogen für Thüringens Schulen

Wir wollen die Digitalisierung im Bildungssystem voranbringen. Dafür braucht es Lehrkräfte, die den Prozess innerhalb ihrer Kollegien steuern und zwischen den pädagogischen Anforderungen und den technischen Möglichkeiten vermitteln. Auch wenn es im Digitalpakt jetzt Mittel für Administration gibt, brauchen wir Expertinnen und Experten an Schulen, die den Sinn und Nutzen von Digitalisierung auf pädagogischer Ebene im Blick haben. Wir fordern daher ein Aufbaustudium "Digitale Transformation in Schule und Bildung", das man entweder in der Zeit zwischen Staatsexamen und Referendariat oder berufsbegleitend absolvieren kann. Außerdem fordern wir die Verstetigung der Strukturen, die sich an den Pädagogischen Fakultäten dazu entwickeln.
Ein ähnlicher Antrag wurde durch die FDP Fraktion in Niedersachsen gestellt und in Bayern gibt es mit dem „Erweiterungsfach Medienpädagogik“ in dem medienpädagogisch-informationstechnische Berater ausgebildet werden, bereits ein Vorbild.
Am 19.04. um 16 Uhr ist hierzu eine Digitale Diskussionsrunde unter dem Titel "Wer bringt die digitale Transformation an der Schule voran?" geplant.

Status: Eingereicht am 18.02.2021, Drucksache 7/2717, Antrag der Fraktion der FDP (thueringen.de)